Wie man als junges Weingut schon über 100 Jahre Erfahrung besitzen kann? Durch die Kraft der Familie. Simon Gattinger ist die vierte Generation, die mitten in der Loibner Kellergasse Wein vinifiziert und aus diesem Wissen schöpft – ein unschätzbarer Wert, weiß Simon. Mit Urgroßvater Anton fing 1912 die Weinbautradition der Familie Gattinger an. Dann übernahm Großvater Leopold und später Vater Leo, der sich im Laufe
der Jahre rein auf die Traubenproduktion konzentrierte.
Nichtt alles neu, aber mit vielen frischen Ideen. So lässt sich Simon Gattingers Haltung beim Wein-Machen beschreiben. Logisch, dass die Weingärten dabei so schonend wie möglich bewirtschaftet werden. Denn hier entsteht die Weinqualität. Das bedeutet: hunderte Handgriffe rund ums Jahr, damit sich die Reben bestmöglich entwickeln können. Sie sind die Basis, um authentische Weine in die Flasche zu bringen. Genau das will Simon. Dazu gehören für ihn auch die besonders schonende Verarbeitung der Trauben und die individuelle Begleitung im Keller. Je nachdem, was es gerade braucht. Vielleicht einen Tick mehr Maischestandzeit – für den Extra-Grip. Oder noch mehr Zeit auf der Feinhefe, damit sich der Wein voll entwickeln kann. Am Ende sind es Weine mit Finesse, Präzision und Trinkspaß. Weine, die man sich merkt. Weine, bei denen man gerne sagt: Noch ein Glas, bitte! Das ist schließlich das beste Kompliment für einen Winzer.